Früher wären wir auf die Barrikaden gegangen, wenn eine Institution oder sonst wer auch nur ansatzweise versucht hätte uns zu durchleuchten, unsere Privatsphäre zu knacken und uns in den Stand eines „Gläsernen Menschen“ zu erheben!
Meine Güte, was haben wir alles unternommen, um zum Beispiel an einer Volkszählung mit ihren unverschämten Fragen vorbeizukommen.
Aufgeregt haben wir uns, daß die Krankenkassen – ohne daß wir es wirklich wußten – wohlmöglich viel zu viel Informationen über uns haben könnten und was uns sonst noch so alles suspekt vorkam, möchte ich hier gar nicht erst beginnen aufzuzählen.
Seit wir aber im digitalen Zeitalter leben und im weltweiten Netz surfen, rücken wir vollkommen bedenkenlos und “meist” freiwillig alles Wissenswerte über unser Dasein, unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen, Familien- und Kontostand, heraus – kein Problem! Selbst unsere Freunde, Familienmitglieder und Haustiere bleiben von unserem übersteigerten Mitteilungsbedürfnis nicht verschont! Wir schließen Verträge und Versicherungen ab, erkaufen uns Freunde – wie ich von einem Bekannten erfuhr – die wir gar nicht kennen und wahrscheinlich in den meisten Fällen nie zu Gesicht bekommen werden, tätigen unsere Bankgeschäfte und ergattern unsere Kreditkarten im Internet. Wir suchen unsere Ärzte nach Beurteilungen anderer, unbekannter Menschen aus und bestellen alles, von der Socke bis hin zum Nasenhaar-Rasierer, was nicht niet- und nagelfest ist übers Web. Wir machen freiwillig bei unsinnigen Umfragen mit und wundern uns dann, weshalb wir mit ungewollten Infos nur so überschüttet werden, unser Email-Postfach überquillt und man sich die persönlichen Nachrichten herauspicken muß, wie Rosinen aus einem Kuchen, frei nach dem Motto: „Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“.
Es erinnert mich schon ein bißchen, an gefangene Insekten in einem Spinnen-Netz, die sich nicht einmal mehr zur Wehr setzen.
Ich weiß nicht genau, wie es mit uns soweit kommen konnte?! Nur weil alles so schön einfach und bequem ist, lassen wir jegliche Vor- und Umsicht fahren. Sind wir inzwischen so leicht zu ködern? Hat man uns mit dem Wissen um alles und jeden nun endgültig becirct?
Geneigte Leser – zugegeben, auch ich kann mir kaum noch vorstellen ohne das Web klar zu kommen. Nichts desto trotz macht es mir Angst, wie sich zeitgleich mit dem digitalen Fortschritt, so einiges zurückentwickelt oder gar ausstirbt und wir immer gleichgültiger und unvorsichtiger gegenüber unserer Privatsphäre werden. Im Übrigen denke ich gerade darüber nach, wann ich zuletzt einen handgeschriebenen Brief bekommen habe?! Immerhin habe ich in diesem Jahr bereits eine Postkarte von einer Freundin aus Portugal bekommen und schon muß ich mich schämen, denn ich habe nicht eine einzige Karte aus meinem Urlaub geschickt – die liegen alle noch jungfräulich unbeschrieben hier in meinem Bücherregal herum und werden wohl Schimmel ansetzen!
Eines möchte ich jedoch bei diesem Thema nicht vergessen hinzuzufügen – es gäbe diese Zeitung in dieser Form ohne das “weltweite Netz” nicht und das fände ich sehr schade, denn nur auf diesem Wege kann man eine so weit verbreitete, interessante Leserschaft erreichen!












Ja leider is taus uns das geworden was wir selbst an uns zuliessen oder besser gesagt täglich zulassen , ich bekomme immer kritik von menschen zu hören ob es wegen Pussyriots oder was anderen geht was sollen wir denn tun nützt ja eh nichts und bla blabla ich sage nur wenn wir nichts tun wird es bald hier auchso sein wenn es nicht schon so ist .
Wir menschen lieben es uns in unseren eigenen Dreck zu sullen den wir uns gemacht habe num dann selbstmit leid mit uns zu habe n,die Augen zu verschliessen und weiter dreck zu machen.
Zum guten wird sich nichts ändern aber gut , wir warten ja geduldig auf den Knall , wie immer der Knall der Erlösung .
Deutlichst für die digitale Mündigkeit zu empfehlen: offline: “Die Datenfresser” (Buch) oder online: datenfresser.info